Aminosäuren

Gesund und vital mit Aminosäuren

L-Ornithin

L-Ornithin besitzt eine vielfältige Wirkung und unterstützt vor allem die Entgiftungsprozesse im Körper. Zudem besitzt die Aminosäure eine durchblutungsfördernde Wirkung weshalb sie u.a. für eine bessere Muskeldurchblutung im Kraftsport und zur natürlichen Potenzsteigerung eingesetzt wird.

Was ist L-Ornithin?

L-Ornithin zählt zu den proteinogenen und basischen Aminosäuren, die als Trägersubstanz hauptsächlich im Harnstoffzyklus auftritt. Für die Bildung der nicht-essentiellen Aminosäure benötigt der Körper zusätzlich die Aminosäure L-Arginin.

Welche Aufgaben übernimmt L-Ornithin im Körper?

Die Aminosäure L-Ornithin trägt zum Abtransport von unterschiedlichen Giftstoffen bei, die im Harnstoffzyklus in Harnstoff umgewandelt werden. Dabei findet dieser Prozess hauptsächlich in der Leber statt, wo auch Ammoniak gebildet und mit dem Harnstoff ausgeschieden wird.

Zum einen kann L-Ornithin also den Ammoniak-Spiegel senken und zum anderen bei der Befreiung von überschüssigem Stickstoff helfen. Darüber hinaus profitiert auch das Immunsystem von L-Ornithin, da die Produktion von weißen Blutkörperchen sowie von den Hormonen Insulin, Noradrenalin, Glucagon, Prolactin und weiteren Wachstumshormonen angeregt wird, sodass der Körper widerstandsfähiger gegenüber Infektionen und Krankheiten wird. Auch die Wundheilung verbessert sich.

Die Anregung des Wachstumshormons in der Hirnhangdrüse durch L-Ornithin hat aber noch weitere Vorteile: Ab dem 30. Lebensjahr lässt die Produktion des Wachstumshormons in der Hirnhangdrüse etwa um ein Prozent pro Jahr nach. Dabei ist dieses Hormon u.a. dafür zuständig, dass der Mensch sein jugendliches Aussehen behält. Insofern besitzt L-Ornithin auch eine gewisse Anti-Aging-Wirkung. Außerdem ist die ausreichende L-Ornithin-Versorgung eine Voraussetzung für den tiefen und erholsamen Schlaf.

Aufgrund der Ähnlichkeit zwischen den beiden Aminosäuren L-Ornithin und L-Arginin sind sie häufig ein Bestandteil von natürlichen Potenzmitteln. Beide Aminosäuren unterstützen die Entspannung der Blutgefäße, womit die Erektion und gleichzeitig die Fruchtbarkeit des Mannes gefördert wird. Auch die Beweglichkeit und Anzahl der Spermien erhöht sich.

Darüber hinaus ist L-Ornithin am Fettabbau und Muskelaufbau beteiligt, weshalb die Aminosäure beim Sport und im Rahmen von diätischen Maßnahmen eine wichtige Rolle spielt. Auch hier stehen die beiden Aminosäuren L-Ornithin und L-Arginin in einer starken Wechselwirkung zueinander. Durch den Leberstoffwechselprozess wird aus L-Arginin die Aminosäure L-Ornithin gebildet. Ebenso kann L-Ornithin aber auch L-Arginin herstellen. Bei starken körperlichen Belastungen, im Leistungssport oder auch in andauernden Stressphasen kann der Körper das L-Ornithin nicht mehr in ausreichender Menge synthetisieren, weshalb in solchen Phasen die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein kann.

Wie wird L-Ornithin in der Medizin angewendet?

In der Medizin wird L-Ornithin zur Unterstützung des natürlichen Funktionserhalts der Leber eingesetzt, und zwar hauptsächlich bei einer gestörten Entgiftungsleistung der Leber. So wird oftmals während oder nach schweren Erkrankungen der Leber, aber auch bei regelmäßiger und häufiger Medikamenteneinnahme, eine gezielte L-Ornithin-Gabe verordnet, um die Leber zu entlasten.

L-Ornithin wird zudem gemeinsam mit L-Glutamin und L-Arginin bei Schlafstörungen eingesetzt, da diese die Leber beim Abbau des Zellgiftes Ammoniak unterstützen. Befindet sich zu viel des Giftes im Körper beispielsweise durch übermäßigen Konsum von proteinreichem Fleisch oder einer Leberfunktionsstörung, kann Ammoniak viele Funktionsabläufe im Körper lahmlegen. Infolge dessen treten u.a. Schlafprobleme auf.

Des Weiteren werden die Aminosäuren L-Ornithin und L-Arginin als natürliches Potenzmittel ohne Nebenwirkungen empfohlen.

Welche Lebensmittel enthalten L-Ornithin?

Folgende Nahrungsmittel enthalten einen hohen Anteil an L-Ornithin:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Milch
  • Eier

Grundsätzlich nutzt der Körper die L-Ornithin-Vorkommen in der pflanzlichen Nahrung sehr schlecht, weshalb Vegetarier und Veganer ggf. auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen sollten.

Welche Nebenwirkungen können bei der L-Ornithin-Einnahme auftreten?

Wie bei anderen proteinogenen Aminosäuren sind auch bei L-Ornithin keine Nebenwirkungen bekannt. Bei einer zu hohen Dosierung kommt es in einigen Fällen gelegentlich zu Verdauungsproblemen.

Worauf ist bei der L-Ornithin-Dosierung zu achten?

Der Bedarf an L-Ornithin hängt von der individuellen Situation eines Menschen ab. So haben beispielsweise Leistungssportler, Vegetarier und Veganer einen erhöhten Bedarf gegenüber anderen Menschen. Empfohlen wird eine Tagesdosis von maximal 1400 Milligramm L-Ornithin.

Welche Symptome treten bei einem L-Ornithin-Mangel auf?

Die möglichen Symptome eines L-Ornithin-Mangels können sich in Form von Müdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit, verschlechterter Wundheilung und Schlafproblemen äußern.

Das Enzym Ornithin-Transcarbamylase (OTC) ist im Dünndarm wie auch in der Leber zu finden. Einige Menschen leiden erblich bedingt an einem OTC-Mangel bzw. einem Harnstoffzyklusdefekt (Hyperammonämie). Ebenso kann es durch die regelmäßige Einnahme von Valproinsäure zu einem Mangel kommen. Infolge dessen erhöht sich der Ammoniak-Spiegel im Blut und es treten Symptome wie zum Beispiel Reizbarkeit, Antriebslosigkeit, Verwirrtheit, Lethargie oder Erbrechen auf.

Vorteile von L-Ornithin auf einen Blick

Die Aminosäure L-Ornithin wirkt sich auf vielfältige Weise positiv auf zahlreiche Prozesse im Körper aus und kann

  • zur Steigerung der Muskelkraft und schnelleren Regeneration
  • zum Fettabbau
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur Steigerung der Leistungsfähigkeit
  • zur Unterstützung der Leberfunktion/Entgiftung
  • zur Linderung von Schlafproblemen
  • zur Steigerung der Erektionsfähigkeit

beitragen.