Aminosäuren

Gesund und vital mit Aminosäuren

L-Methionin

Für den menschlichen Körper ist die Aminosäure L-Methionin von erheblicher Bedeutung, denn sie ist an der Bildung von zahlreichen wichtigen Proteinen beteiligt und stellt gleichzeitig Schwefel bereit, den der Körper für das Ausscheiden von toxischen Schwermetallen benötigt

Was ist L-Methionin?

Die schwefelhaltige Aminosäure L-Methionin gehört zu den essentiellen Aminosäuren und bildet die Vorstufe von Taurin und Cystein. Da der Körper L-Methionin nicht selbst herstellen kann, muss er den Vitalstoff entweder über die Nahrung oder aber Nahrungsergänzungsmittel aufnehmen.

Welche Aufgaben übernimmt L-Methionin im Körper?

Da L-Methionin zur Bildung von vielen Proteinen und Hormonen wie Melatonin ("Schlafhormon"), Cholin, Adrenalin oder L-Carnitin beiträgt, beeinflusst die Aminosäure folglich auch viele Körperfunktionen. Dabei wird L-Carnitin für den Energiestoffwechsel benötigt und der Neurotransmitter Adrenalin ist nicht nur ein "Stresshormon", sondern sorgt auch dafür, dass der Körper in gefährlichen Situationen in Alarmbereitschaft gerät. Infolge dessen erhöht sich der Blutdruck und wichtige Energiereserven werden bereitgestellt. Aber auch Cholin hat einen Einfluss auf die Reizübertragungsreaktion, da es die Synthese des Neurotransmitters Acetylcholin möglich macht, der wiederum die Erregungsübertragung zwischen Nerven und Muskeln steuert und die Nervenimpulse zum Herzen weiterleitet. Hingegen benötigt der Körper das Schlafhormon Melatonin, um den Tag-Nacht-Rhythmus aufrechtzuerhalten und um den gesunden Schlaf zu fördern.

Eine weitere Aufgabe des L-Methionins ist die Senkung des Histaminspiegels im Blut. Aus diesem Grund kann sich die Aminosäure positiv auf Allergien auswirken. Auch am Säure-Base-Haushalt ist L-Methionin beteiligt, indem es Schwefelatome für die unterschiedlichen chemischen Prozesse liefert. Insofern spielt die Aminosäure auch in den Entgiftungsprozessen eine wichtige Rolle.

L-Methionin ist neben L-Cystein die einzige schwefelhaltige Aminosäure, die dazu in der Lage ist, die Struktur von Haut, Nägeln und Haaren zu stärken. Darüber hinaus wird L-Methionin für den Stoffwechsel von dem Spurenelement Selen benötigt, das den Körper vor freien Radikalen schützt und die körpereigene Abwehrkraft stärkt. Außerdem besitzt Selen die Fähigkeit, ungesunde Schwermetalle im Körper an sich zu binden und unterstützt somit die Entgiftungsprozesse im Körper.

Es wird außerdem für den Stoffwechsel von Selen benötigt.

Wie wird L-Methionin in der Medizin angewendet?

L-Methionin ist an der Synthese vieler Substanzen aktiv beteiligt, sodass die körperliche und psychische Gesundheit erhalten bzw. gefördert wird. Aus diesem Grund wird die Aminosäure auch als lebensnotwendiger Vitalstoff angesehen. Da L-Methionin zudem auch zahlreiche physiologische Vorgänge stark beeinflusst, wird die Aminosäure in der Prophylaxe und zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen eingesetzt. Zudem wird oftmals ein Kombinationspräpart aus L-Methionin, weiteren sichtigen Aminosäuren und dem Vitamin-B-Komplex bei Problemen mit der Haut, Haaren oder brüchigen Fingernägeln empfohlen.

Aufgrund dessen, dass L-Methionin den Harn ansäuert, wird die Aminosäure zur Vorbeugung von Harnblaseninfekten verwendet. Ursache für einen solchen Infekt sind in den meisten Fällen die E.coli-Bakterien. Diese können in einem von L-Methionin herbeigeführten sauren Milieu nicht überleben. Aufgrund dieses positiven Effekts kann darüber hinaus ein Urin mit einem pH-Wert zwischen vier und sechs zur Wirkungsoptimierung einiger Antibiotika beitragen und die Nierensteinbildung vermieden werden.

Weitere Einsatzgebiete in der Medizin sind Stimmungsschwankungen, Depressionen und Parkinson, da die Aminosäure auch an zahlreichen Stoffwechselvorgängen im Gehirn beteiligt ist. So regt L-Methionin die Produktion des Neurotransmitters Serotonin ("Glückshormon") an. Im Falle von Parkinson kann eine entsprechende Supplementierung dazu führen, dass sich die Symptome wie Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen und Zittern lindern lassen.

Welche Lebensmittel enthalten L-Methionin?

Zu den L-Methionin-Lieferanten gehören die folgenden Nahrungsmittel:

  • Paranüsse
  • Sesamkörner
  • getrocknete Sojabohnen
  • grünes Gemüse (z. B. Broccoli, Spinat, Rosenkohl)
  • roher Lachs
  • Hähnchenbrustfilet
  • Rindfleisch

In Bezug auf die Menge und die Bioverfügbarkeit des L-Methionins existieren zwischen den pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln kaum Unterschiede.

Welche Nebenwirkungen können bei der L-Methionin-Einnahme auftreten?

Als Nebenwirkungen ruft die Einnahme von L-Methionin gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden hervor.

In ganz seltenen Fällen kann es passieren, dass nicht nur der Urin angesäuert wird, sondern auch das Blut, was als Azidose bezeichnet wird. Infolge dessen zeigen sich Symptome in Form von Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, Atemnot, Hyperventilation, Kopfschmerzen, Mundgeruch und häufiges Wasserlassen.

Worauf ist bei der L-Methionin-Dosierung zu achten?

Für einen gesunden Erwachsenen werden ungefähr 21 Milligramm L-Methionin pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag empfohlen. Einige Begleitumstände oder bestimmte Erkrankungen können den Bedarf jedoch erhöhen. Liegen beispielsweise Allergien, Harnwegsinfekte oder Leberstörungen vor, so benötigt der Körper höhere Mengen an L-Methionin. Zur Deckung dieses erhöhten Bedarf können entweder L-Methionin-haltige Nahrungsmittel oder idealerweise hochwertige Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln oder Pulver genutzt werden.

Eine Überdosierung der Aminosäure ist in der Regel nicht möglich, da L-Methionin aus dem Darm vollständig ins Blut aufgenommen wird. Etwaige Überschüsse werden mit dem Urin oder Stuhl ausgeschieden.

Welche Symptome treten bei einem L-Methionin-Mangel auf?

Im Falle eines L-Methionin-Mangels wird die Fähigkeit des Körpers, den Urin auszuscheiden, gestört. Infolge dessen kann es zu Ödemen und Wassereinlagerungen kommen. Gleichzeitig erhöht sich auch die Infektionsanfälligkeit. Darüber hinaus kann sich bei einem Mangel auch das Hautbild verschlechtern. Ebenso kann es zu Haarausfall, brüchigem Haar und auch brüchigen Nägeln kommen.

Vorteile von L-Methionin auf einen Blick

Die Anwendungsgebiete von L-Methionin sind vielfältig. In der Regel wird die Aminosäure bei

  • Haarausfall
  • Hautproblemen
  • brüchigen Fingernägeln
  • Allergien
  • Stimmungsschwankungen/Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Harnwegsinfekten
  • Leberentzündungen und bei
  • Belastungen mit Schwermetallen

angewendet.